Die Kirche wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert erbaut, im Zweiten Weltkrieg allerdings bombardiert und komplett zerstört. Der Nachbau ist heute in Royan zu finden und prägt das Stadtbild ungemein. Der Neubau sollte größer und monumentaler werden als sein Vorgänger, die Architektur sollte an andere bekannte gotische Sakralbauten angelehnt sein. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Schlussstein gelegt, seitdem spielt sich in ihren Mauern hauptsächlich das religiöse Leben von Royan ab. Heute zählt die Kirche zu den wichtigsten erbauten Denkmälern der Nachkriegszeit.
Dieses Museum, im Stadtzentrum von Royan gelegen, zeigt anschaulich die Geschichte und Bedeutung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Gerade während dieses Krieges fand die furchtbarste Ereignis für Royan statt: Sie wurde von zwei durch Deutsche besetzte Festungen angegriffen. Da man dann davon ausging, dass sich nur noch Deutsche in der Stadt befinden sollten, bombte die Royal Airforce Royan komplett aus. Es war allerdings auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen, dass sich bei diesem Angriff mehr als 3000 französische Zivilisten in der Stadt befanden und mehr als die Hälfte davon in dieser Nacht den Tod fand.
Das Museum bietet Fahrzeuge der Kriegsjahre und viele andere Exponate, die aus dieser Zeit stammen. Das außergewöhnlichste Ausstellungsstück ist das Modell eines deutschen U-Boot Kommandostandes, das man in dieser Form wohl nur noch sehr selten zu sehen bekommt.
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Royan
Schon vor Beginn der Geschichtsschreibung hatten sich keltische Siedler in der Gegend des heutigen Royan niedergelassen. Die Römer brachten später die Kunst des Weinanbaus und Entsalzungsanlagen, außerdem entdeckten sie das reiche Vorkommen von Austern. Schon im 5. Jahrhundert wurde die erste Stadtmauer als Schutz vor möglichen Angreifern errichtet, zu dieser Zeit findet man auch die erste schriftliche Erwähnung über Royan in den Geschichtsbüchern. Im 9. Jahrhundert plünderten die Wikinger die Stadt und legten sie in Schutt und Asche. Im 11. Jahrhundert wurde in der unmittelbaren Nähe ein Kloster erbaut, an der Küste in der Stadt entstand zum Schutz des Hafens eine kleine Burg, denn so langsam entdeckte man die Schifffahrt und den Handel auf dem Wasserweg als wichtige Einnahmequelle.
Noch im 12. Jahrhundert fiel Royan unter englische Herrschaft, da die französische Königin, Eleanore von Aquitanien den englischen König heiratete. Dieser machte Royan zu einem Bollwerk an der Küste und rüstete es weiter auf. In den folgenden Jahrhunderten sollte unter anderem Royan Schauplatz vieler wichtiger Schlachten und kriegsentscheidender Kämpfe werden. Unter Napoleon wandelte sich Royan zu einem Erholungsgebiet für die französische Armee, woraus dann später eines wer schönsten und bekanntesten Strandbäder des Landes werden sollte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Royan von zwei durch Deutsche besetzte Festungen angegriffen. Da man dann davon ausging, dass sich nur noch Deutsche in der Stadt befinden sollten, bombte die Royal Airforce Royan komplett aus. Es war allerdings auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen, dass sich bei diesem Angriff mehr als 3000 französische Zivilisten in der Stadt befanden und mehr als die Hälfte davon in dieser Nacht den Tod fand.